Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum LKW-Führerschein
und der beschleunigten Grundqualifikation für Berufskraftfahrer Güterverkehr
Anmerkung: Da wir die Ausbildung im Rahmen einer normalen Grundqualifikation nicht anbieten, gehen wir bei denragen ausschließlich auf die beschleunigte Grundqualifikation ein, auch wenn viele der Antworten ebenfalls auf die normale Grundqualifikation zutreffen.
Wer muss die beschleunigte Grundqualifikation machen? 
Jeder, der gewerblich Güter mit Fahrzeugen der Klassen C/CE oder C1/C1E transportiert.
Gibt es Ausnahmen zur Verpflichtung des Erwerbs einer beschleunigten Grundqualifikation? 
Ja, die gibt es. Ausgenommen sind:
1.    Fahrten mit Kraftfahrzeugen, die Material oder Ausrüstung transportieren, das
       der Fahrer für die Ausübung seiner Berufs verwendet (zum Beispiel Dachdecker
       oder Maurer, der sein eigenes Material zur Arbeitsstätte führt).
       Wichtig ist hier, dass die fahrende Tätigkeit nicht die Haupttätigkeit ist.
2.    Fahrer, für die Besitzstandwahrung wegen des Besitzes älterer
       Fahrerlaubnisklassen gilt:
2.1. Inhaber der Klasse C/CE, die vor dem 10.09.2009 erworben wurde.
2.2. Inhaber der alten Klasse 3 (rosa Führerschein).
2.3. Erweiterer von Klasse C1/C1E auf C/CE, die bereits eine Grundqualifikation
       besitzen.
3.    Fahrer von Fahrzeugen der Notfallrettung (z.B. Rettungswagen), Feuerwehr,
       Polizei, Bundeswehr, Natotruppen – beides plus zivilem Gefolge–, Zolldienst und
       Zivil- und Katastrophenschutz. Dies gilt auch für Fahrer von Kraftfahrzeugen, die
       der Weisung o.g. unterliegen.
Wie alt muss ich mindestens für die bGQ sein? 

21 Jahre. Punkt. Wer jünger ist und trotzdem will, kann ab dem 18. Lebensjahr die normale Grundqualifikation machen, die aber wesentlich schwierigere Prüfungen bietet, als die beschleunigte (unter anderem eine praktische Prüfung).

Wie viele Theoriestunden muss ich für den Führerschein machen? 
Das hängt vom Besitzt der Fahrerlaubnis ab.
1.    Fahrerlaubnis Klasse C/CE bzw. C1/C1E vorhanden:
1.1. 130 Stunden Unterricht für die bGQ.
1.2. 10 Stunden praktische Ausbildung auf einem LKW der jeweiligen Klasse.
2.    Keine Fahrerlaubnis der Klassen C/CE oder C1/C1E vorhanden: Dann ist zusätz-
       lich zu Punkt 1 noch der Erwerb der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse erforderlich.

Folgende Ausbildung fällt dann noch an:
Theoretische Ausbildung für den Führerschein
 
Klasse C
Klasse CE
Klasse C +CE
 Grunstoff
6
6
6
 Klassenspezifischer
 Zusatzstoff
10
10
10
 Klassenspezifischer
 Unterricht bei
 Vorbesitz Klasse C1
4
4
4

Praktische Ausbildung für den Führerschein
 
Klasse C
Klasse CE
Klasse C/CE in einem
gemeinsamen Ausbildungsgang
Grundausbildung, bestehend aus Übungsstunden und Grundfahrübungen
Sonderfahrten
 
Vorbesitz
Klasse C1
Solo
Zug
 Überland  
5
3
5
3
5
 Autobahn
2
1
2
1
2
 Nacht
3
1
3
1
0
Wie viele praktische Stunden muss ich für die Ausbildung für den Führerschein Klasse C/CE einplanen? 

Die Ausbildung besteht aus der Grundausbildung und den Sonderfahrten, denen dann noch eine kurze Phase der Prüfungsvorbereitung folgt. Die Sonderfahrten sind oben beschrieben.
Für die Grundausbildung kann keine definitive Aussage gemacht werden, die Anzahl der Stunden hängt von den Fähigkeiten und Voraussetzungen des Schülers ab. In der Regel muss man zwischen 8-12 Stunden für Klasse C und ca. 4-8 Stunden für die Klasse CE rechnen. Aber wie immer gilt: keine Regel ohne Ausnahme, egal in welche Richtung.

Welche Prüfungen gibt es, und wie lange dauern sie? 

Es gibt zum einen die Prüfung im Rahmen der beschleunigten Grundqualifikation bei der IHK, die schriftlich abgelegt wird und 90 min dauert. Diese Prüfung ist nicht zu unterschätzen.
Zum anderen müssen natürlich auch Fahrerlaubnisprüfungen abgelegt werden, sofern nicht vorhanden:
1) Theoretische Prüfung
2) Praktische Prüfung, bestehend aus:
a. Abfahrtkontrolle (ca. 15 min)
b. Prüfungsfahrt, inklusive Grundfahraufgaben (ca. 60 min)

Die Mindestprüfungsdauer beträgt also 75 min, wobei die beiden Teile der praktischen Fahrerlaubnisprüfung bei etwaigem Nichtbestehen getrennt wiederholt werden können.

Welche Unterlagen brauche ich? 

Die üblichen Unterlagen für den Erwerb einer Fahrerlaubnis:
1. Personalausweis
2. Lichtbild
3. Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs (Das ist der große Kurs! Bitte nicht
    verwechseln mit Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort für die
    Fahrerlaubnisklasse B)
4. Zeugnis oder Gutachten über die körperliche und geistige Eignung und ein Zeugnis
    über das Sehvermögen.

Weitere Unterlagen brauche ich nicht? 

Doch, wenn die Ausbildung von der Agentur für Arbeit oder der Jobbörse finanziert wird, brauchen wir den Bildungsgutschein oder die Zusage für die Finanzierung nach WeGebAU.
Ferner brauchen wir noch Unterlagen für die Meldung zur Prüfung bei der IHK.

Wann kann ich die Ausbildung machen? 

Wir bieten die Ausbildung als Ganztagsmaßnahme oder auch berufsbegleitend an (abends, aber dann dauert es natürlich länger).

Wie lange gilt der Führerschein Klasse C/CE? 

Fünf Jahre, dann muss ein neuer beantragt werden. Inhaber der Fahrerlaubnis-
klasse 2 müssen die Fahrerlaubnis erstmalig ab dem 50. Lebensjahr verlängern.

Welche Unterlagen benötige ich für eine Verlängerung meiner Fahrerlaubnis? 

Kommt drauf an.
Für Inhaber einer Fahrerlaubnis ohne beschleunigte Grundqualifikation:
1. Ärztliche Untersuchung über die Eignung (Sehvermögen, körperliche Eignung)
2. Passbild
3. Personalausweis
4. Der alte Führerschein

Für Inhaber der beschleunigten Grundqualifikation:
Zusätzlich ein Nachweis der erforderlichen Weiterbildungen gemäß Berufskraftfahrer-
qualifikationsgesetz (BKrFQG.)

Wo bekomme ich diese Nachweise für die erforderlichen Weiterbildungen? 

Bei uns natürlich, wir bieten die dazugehörigen Unterrichte kostengünstig an.

Was ist eigentlich die Weiterbildung? 

Jeder Berufskraftfahrer, der gewerblich Güter transportiert, muss alle 5 Jahre nachweisen, dass er sich bei einer anerkannten Ausbildungsstätte weitergebildet hat.
Die Weiterbildung kann in sogenannten Modulen erfolgen, das sind 5 Module je 7 Stunden, macht zusammen 35 Stunden.

Muss ich diese Module alle auf einmal machen? 

Nein, das ist nicht nötig. Es reicht, alle 5 Module jeweils alle 5 Jahre nachzuweisen.

Sind das jedes Mal (alle fünf Jahre) die gleichen Module? 

Nein, natürlich nicht! Wir langweilen Sie nicht, wir bilden Sie weiter.

Was passiert, wenn ich die Weiterbildungsmodule nicht mache, und meinen Führerschein trotzdem verlängere? 

Sie dürfen dann zwar zum Beispiel noch LKW fahren, aber nicht gewerblich. Sobald sie die Nachweise für die Weiterbildung jedoch nachreichen, können Sie Ihren Führerschein wieder ändern lassen (Eintragung Ziffer 95).

 
 
 
 
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